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Plastische und replantative Chirurgie

Schon aus dem 18ten Jahrhundert existieren Berichte aus Frankreich über den Einsatz von Blutegeln bei der Verpflanzung von Hautlappen.

An der chirurgischen Klinik von Ljubljana gehört die Blutegeltherapie bereits seit langem zur Standardbehandlung nicht nur bei Thrombose und Phlebitis.

"Venöse Stauungen und nachfolgende Thrombose ist die gefürchtetste und ernsthafteste Komplikation bei Hautlappen und Rollappen. Nekrose tritt ein, nachfolgend Infektion und Sepsis. Das hämodynamische Ungleichgewicht, das in venöser Insuffizienz resultiert, sei am "blue flap" zu erkennen. Die normale Maßnahme sei die Dekompression durch teilweise Entfernung der Nähte, Ausleerung eines darunter liegenden Hämatoms, vielfältige Punktionen, Skarifikationen und kleine Inzisionen, die aber meistens erfolglos bleiben. Die Hautlappen können aber oft nur durch teilweise Resektion gerettet werden. Zur Behandlung der Venostase in Haut und Rollappen wurden in Ljubijana erstmals 1955 Blutegel benutzt. Ermutigende Ergebnisse hätten sich bei fast allen behandeltenPatienten gezeigt. An der am meisten kongestiven Stelle werden 3-6 Blutegel gesetzt. Man läßt sie saugen, solange sie wollen, und gestattet unbegrenzt die Nachblutung, 24 oder auch 48 Stunden lang. Zwei oder dreimal wird die Prozedur wiederholt. Die Dekongestion könne klar und auch noch Stunden später beobachtet werden, wenn Blutegel an die richtige Stelle gesetzt werden, bevor die Kreislaufstörung irreversibel ist. Eine komplette Wiederherstellung der Zirkulation habe man bei 70%, eine teilweise bei 30% de Fälle festgestellt und dabei keine Sepsis erlebt.

Laut Kraemer wurde die Blutegeltherapie in den achtziger Jahren in der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie von Upton in den USA und von Mahaffey in Europa angeregt. "Leeches possess properties that make them uniquely able to assist with venous compromised tissue". Blutegel würden an vielen chirurgischen Zentren der ganzen Welt verwendet und könnten Transplantate bewahren, die auf andere Weise nicht zu retten wären. Meistens werde Hirudo medicinalis gebraucht.

Die Verbesserung des Blutstromes wurde von Hayden durch Doppler-Laser Untersuchungen objektiviert. Anthony wies fluorimetrisch nach, daß sich der arterielle Einstrom verbessert und die venöse Kongestion vermindert. Lee sicherte den Nutzen im Tierexperiment. Bei Ratten wurden jeweils zwei epigastrische Hautlappen gebildet und einer venösen Okklusion von sechs Stunden ausgesetzt. Dann wurde randomisiert auf einen Lappen der Blutegel gesetzt, während der zweite Lappen als Kontrolle diente. Das überlebende Hautareal wurde unter Blutegelbehandlung signifikant größer. Smoot bestätigte ebenfalls, daß die Blutegel andere Techniken zur Wiederherstellung des Blutflusses übertreffen.

Über die Hauttransplantation hinaus wurde die Blutegelbehandlung vor allem bei der Replantation von abgetrennten Fingern gelobt (zB Fallstudien von Baker, Golden). Apfelberg berichtet über die Blutegel"to illustrate the fantastic array of modalitiesavailable to plastic surgeons for major resections and reconstructions." Gross betont die dramatische Lösung von venösen Kongestionen und lobt die Schmerzlosigkeit des Verfahrens, das gut toleriert werde und nicht in bedeutsamer Narbenbildung ende." (1)

1) Dr.med Ingo Wilhelm Müller - Handbuch der Blutegeltherapie (2000)

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